manuel andrack
lesung "von wem habe ich das bloß?"
€ 10/5
Termine: 18.10.
Manuel Andrack (ehemals Co-Moderator bei Harald Schmidt) über sein neues Buch:
Anfang September 2008 erscheint mein neues Buch "Von wem habe ich das bloß? Auf den Spuren der Ahnen. Eine Gebrauchsanweisung." Ich bin zu Andracks in den Osten gefahren, die sich als Neffen vierten Grades entpuppten, ich bin in Archiven gewesen, habe Namensforschung betrieben, habe genetische Urgroßvaterschaftstests durchgeführt, Familienaufstellungen praktiziert, herausgefunden, dass 40 Prozent aller Iraker die gleichen Gene wie ich besitzen, kurz, ich habe alles gemacht, das mir Aufklärung darüber gibt, wer meine Ahnen sind und warum ich so bin, wie ich bin. Daneben gebe ich aber auch Tipps, wie alle, die nicht Andrack heißen, mehr über ihre Vorfahren und damit sich erfahren können. Außerdem sind meine Lesungen basisdemokratisch, das heißt, ich lese auf Wunsch nicht nur aus meinem Buch, sondern auch Wander- und Fußballtexte und beantworte Publikumsfragen.
(20.10.2008)
Großer Andrang bei Lesung von Manuel Andrack in der Sparte 4 in Saarbrücken
Einst war er Co-Moderator von Harald Schmidt. Heute ist der gebürtige Kölner selbst eine Berühmtheit, wohnt seit kurzem in Saarbrücken. Am Samstag hielt Manuel Andrack eine vergnügliche Lesung in der Sparte 4.
Saarbrücken. Was zieht junge Menschen dahin? Im Foyer der Sparte4 in Saarbrücken bilden sich Schlangen, und damit kein Gerangel um den letzten freien Sitzsack ausbricht, schleppt Hausherr Christoph Diem am Samstag zusätzliche Bänke bei. Sind auf persönlichen Erfahrungen fußende Texte über den 1. FC Köln, Wanderers Lust und Frust und Ahnenforschung denn so prickelnd? Noch dazu von einem, dem Auszeichnungen wie "Wanderpapst" und "Bierbotschafter" den Ruch des Spießers einbrachten? Klar, hinter dem Andrang steckt ein Promi-Bonus: Es ist Manuel Andrack, der liest - Ex-Redakteur und Ex-Co-Moderator der Harald Schmidt Show. Der obendrein - Lokalbonus! - mittlerweile in Saarbrücken wohnt, was ihm die nicht gerade von Heimatliebe zeugende Frage einbrockt, warum ein Mann seiner Intelligenz ins Saarland ziehe.
Weil Andracks Lesungen ausdrücklich als basisdemokratische Angelegenheiten ausgewiesen sind, darf das Publikum per Zettel darüber abstimmen, woraus er vortragen soll: Aus dem neuen Buch "Von wem habe ich das bloß? Auf den Spuren der Ahnen. Eine Gebrauchsanweisung"? Aus seinen Wanderbüchern? Oder aus "Meine Zeit mit dem FC"? Die Basisdemokratie entscheidet: aus allem. Andrack ergänzt es um bisher Unveröffentlichtes. Und so erfährt man, wie er Archive durchwühlt, Namensforschung betreibt, Großneffen vierten Grades im Osten besucht, um das Geheimnis seiner Abstammung zu lüften. Wie preußisch es in Kölner Fan-Bussen zugeht, wieviel Ähnlichkeit ein Sahara-Wandermarathon mit dem Kölner Rosenmontagszug hat und wie man ängstliche Naturen bei nächtlichen Exkursionen auf dem Bödefelder Hollenweg erschreckt. Gut beobachtet, ironisch geschildert und ziemlich unterhaltsam. "Ganz schlimm" findet indes Andrack, "wie hier über Harald Schmidt geredet wird!" Dies als schlagfertig ausweichende Antwort auf die Zuschauerfrage, wieso er nicht mehr im TV sei und statt seiner "so eine kleine miese Type".
Von SZ-MItarbeiterin Kerstin Krämer