
von Lina Saneh und Rabih Mroué
nszenierung: Markus Bauer
Mit: Christiane Motter
Deutsche Erstaufführung am Sonntag, 2. Oktober 2011 in der sparte4
Wegen eines Bühnenunfalls im Schauspielensemble entfällt die Vorstellung von Bernard-Marie Koltès' Stück »Kampf des Negers und der Hunde« am 20. und auch am 21. April, da sich Schauspieler Klaus Meininger einer ambulanten Operation unterziehen musste. Er hatte sich vorigen Samstag während der Aufführung des Koltès-Stückes einen Finger gebrochen.
Kurzfristig springt an beiden Abenden stattdessen SST-Kollegin Christiane Motter mit dem Soloabend »Biokhraphia« ein, der erstmals in der Alten Feuerwache stattfinden wird. Die Vorstellung beginnt jeweils um 19.30 Uhr.
Der faszinierende Monolog der libanesischen Performer Lina Saneh & Rabih Mroué um politische Überzeugungen und die Autonomie als Frau und Künstlerin in einer totalitären Gesellschaft feierte im Oktober 2011 seine Deutsche Erstaufführung in der sparte4, nachdem er als szenische Lesung beim "Primeurs"-Festival 2010 vorgestellt worden war.
Zusätzlich können bereits gekaufte Karten in den nächsten Tagen an der Vorverkaufskasse des SST, Schillerplatz 2, Tel. (0681) 309 486 für eine andere Vorstellung »Kampf des Negers und der Hunde«eingetauscht werden, denn die folgenden Termine finden wie angekündigt statt:
Eine Künstlerin gibt ein Interview. In unserem Interview heute soll es um Ihr neues Stück gehen. Warum haben Sie es »Biokhraphia« genannt? Diesen zunächst rein informativen Dialog über ihr Leben und ihr künstlerisches Wirken führt sie mit sich selbst; es ist ihre eigene Stimme, die sie vom Tonband immer mehr bedrängt. Waren Sie politisch aktiv? Der Ton wird schneidender, die Gesprächssituation beklemmender. Warum spielen Sie nicht? Ich meine, wirklich
spielen? Plötzlich geht es nicht mehr nur um eine Künstlerbiografie, sondern um politische Überzeugungen, ihre Autonomie als Frau, ihre Existenzberechtigung als Theaterschaffende.