
Theater für Alle und Keinen nach Friedrich Nietzsche
Inszenierung und Musik: Alexandra Holtsch
Premiere am Sonntag, 30. Januar 2011 in der sparte4
Das Projekt »Übermensch«, der »Wille zur Macht«, die »ewige Wiederkunft des Gleichen« – die radikalen philosophischen und ethischen Positionen, die Nietzsche in seiner »Zarathustra«-Dichtung aufwirft, polarisieren bis heute. Dabei ist Nietzsches Opus Magnum aber weniger ein geschlossenes Ganzes als ein Konglomerat philosophischer Bruchstücke; Reden und Lieder treten neben Berichte von Visionen, Bilder, Rätsel usw. Im »Zarathustra« verschmelzen mythisches Wissen und rationale Kenntnisse. »Man darf vielleicht den ganzen Zarathustra unter die Musik rechnen; – sicherlich war eine Wiedergeburt in der Kunst zu hören«, schreibt Nietzsche 1888. Und so wird sich auch die Theatralisierung in der sparte4 durch die Musikerin Alexandra Holtsch an der Schnittstelle zwischen Bildender Kunst, Musik und Performance bewegen.